Es war angerichtet für einen großen Basketballabend in der Pressather Turnhalle. Derbyzeit in der Bayernliga – Pressath empfängt die Nachbarn aus Weiden.
Denkt man an das Hinspiel zurück, das ein wahrer Krimi mit einem großen Comeback unseres Teams war, das leider nicht belohnt wurde, versprach das Rückspiel ähnlich spannend zu werden. Entsprechend groß war der erwartete Andrang. Bereits lange vor Spielbeginn drängten sich die Zuschauer in die Pressather Halle. Am Ende sollten knapp 300 Zuschauer Zeuge eines erfolgreichen Spiels der Pressather Korbjäger werden.
Bei den Hausherren waren bis auf Maxi Reindl alle Spieler am Start. Auch die Gäste boten eine breite Bank auf, sollten diese aber nicht nutzen. Anders auf Pressather Seite, Christopher Fritsch rotierte viel und nutzte den vollen Kader. Von Beginn an zeigten die DJK’ler Kampfgeist und Entschlossenheit, auch wenn die Nervosität durchaus zu spüren war. Dennoch gestaltete man schon das erste Viertel erfolgreich, wenn auch mit nur geringem Vorsprung (16:13). Ab dem zweiten Abschnitt gelang es den Pressathern aber kontinuierlich den Vorsprung Stück für Stück auszubauen, sodass eine komfortabel erscheinende 45:32 Halbzeitführung auf der Anzeigetafel zu sehen war. Doch trotz einer 13-Punkte Führung war das Spiel noch lange nicht entschieden, zumal der Weidener Top-Spieler Daniel Bost durch seinen 3er praktisch mit der Halbzeitsirene dafür sorgte, dass die Gäste mit einem guten Gefühl in die Pause gehen konnten und nur 13 statt 16 Punkte Rückstand haben, was im Basketball manchmal nicht viel ist.
In der Halbzeit zeigte dann die Jugendgarde sowie das Kinderfunki des Pressather Faschingsvereins eine gelungene Halbzeitshow. Während die Garde mit Akrobatik und Synchronität überzeugte, zeigte das Funki tolle Sprünge und viel Leidenschaft. Diese Leidenschaft gaben die Kinder beim gemeinsamen Foto mit der Mannschaft offenbar den Spielern mit auf den Weg.
Die erste Aktion im 3. Viertel war ein 3er von Basti Fritsch – einen besseren Einstieg in die zweite Halbzeit hätte es kaum geben können. Die Jungs von Christopher Fritsch arbeiteten akribisch weiter die Vorgaben des Trainers ab und hatten immer wieder die passende Antwort parat – teilweise spektakulär traf in dieser Phase Eric Knight. Das Spiel wurde auf beiden Seiten intensiv, hart aber nicht unfair geführt und die Emotionen auf den Rängen waren – wie das Spiel – eines Derbys würdig. Um nochmals fünf Punkte konnte man in Abschnitt drei die Führung ausbauen (30:25) und ging mit 75:57 in den Schlussabschnitt, in dem eigentlich nichts mehr anbrennen sollte. Die Entsprechende Ruhe von außen strahlte Christopher aus, der auch weiterhin mit viel Rotation spielen ließ. Die Gäste setzten weiterhin auf nahezu die selben Spieler und wechselten wenig oder nur für kurze Verschnaufpausen, was die Kräfte der Weidener sichtlich schwinden ließ. Lediglich deren „Profi“ Daniel Bost, der komplett durchspielte, konnte dies kompensieren und zeigte bis zum Schluss seine Klasse. Mit 34 Punkten bleibt er auch nach diesem Spiel der Topscorer der Liga, was der Weidener Mannschaft aber wenig helfen dürfte. Dieser Punktewert ist natürlich überragend, allerdings punktete keiner der weiteren Gästespieler zweistellig, was in Summe für eine Mannschaft einfach zu wenig ist. Bei Pressath hingegen punkteten mit Eric Knight (19 Punkte), Jonas Meißner (19), Basti Fritsch (17), Steven Cruz (14) und Mike Molina (13) gleich fünf Spieler zweistellig. Auch die körperliche Überlegenheit auf Pressather Seite war einer der Faktoren und auch die Erfahrung darf nicht unterschätzt werden. Dennoch zeigten bei Weiden neben Bost gerade die jüngeren Spieler Deinlein und Kreutzmeier sowie in seiner leider kurzen Einsatzzeit der Pressather in den Weidener Reihen, Wolfgang Kneidl, eine ansprechende Leistung. Die Zuschauer konnten zudem von außen sehr gut wahrnehmen, wie bei den Pressathern die einstudierten Spielzüge mehr und mehr gelangen. Diese liefen auf Seiten der Gäste dieses Mal nicht so wie gewünscht bzw. wie noch im Hinspiel. Am Ende bejubelten die zahlreichen Pressather Fans einen deutlichen 91:68 Sieg im Derby. Durch diese klare Angelegenheit schaffte man es auch den direkten Vergleich gegen Weiden zu gewinnen. Entsprechend ausgelassen feierten die Fans noch mit dem Team in der Halle und anschließend im Sportheim diesen wichtigen Sieg – gerade im Hinblick auf das Saisonziel „Klassenerhalt“ – diesem ist man dadurch ein großes Stück näher gekommen!
Selbst am Tag nach dem Erfolg über Weiden wurde in der Stadt noch immer gefeiert. Aus den Reihen der Fußgruppe der DJK beim Faschingszug wurde immer wieder der Derbysieg lautstark verkündet ;-)!
Zum Spiel gibt es jede Menge „Material“ – hier eine Sammlung an Links:
BILDER VOM SPIEL (Michael Waldmann) HIER!
VIDEO VOM SPIEL (Jürgen Masching) HIER!
PRESSEBERICHT OBERPFALZECHO (frei zugänglich) HIER!
PRESSEBERICHT ONETZ (aktuell Bilder – PLUS Artikel) HIER!